Fenja hatte heute versehentlich ihren ersten Einsatz – vollkommen ungeplant. Wie‘s dazu kam?
Kommende Woche haben wir unseren ersten begleiteten Assistenzeinsatz bei unserem Nachbarsjungen, der Autist ist. Heute waren wir nachmittags kurz drüben, um das Haus besser kennenzulernen, einfach damit Fenja sich schon ein bisschen auskennt. Eigentlich haben wir erwartet, dass wir unsren Nachbarbuben nicht sehen würden und Fenja einfach kurz das Wohnzimmer kennenlernt – aber es kam anders:
Der junge Mann war total interessiert an Fenja und hat sie mit vielen Seitenblicken bedacht – das hat ihm wohl Pluspunkte eingebracht (Hunde mögen das lieber als direktes Anstarren), denn als er sich mit seiner Kuscheldecke auf den Boden gelegt hat, hat sich Fenja einfach dazugelegt. Er hat sie zuerst mit seinem Fuß, dann mit der Hand gestreichelt und sanft angestupst, Fenja hat zurückgestupst und war total lieb zu ihm. Sie hat sich sogar ohne Aufforderung auf seine Beine gelegt – eine Übung, die sie bei den Ausbildungsmodulen extrem blöd fand. Die zwei sind unglaublich herzig nebeneinander gesessen, super friedlich und beide happy. Fenja hat sogar ein bisschen gedöst neben ihm!

Etwas später ist er dann ein wenig im Raum rumgelaufen, Fenja hinterher … und wieder fand er das wohl schön, denn er hat breit gegrinst und war happy.
Ich war so überrascht, wie das gelaufen ist – besser hätte es nicht sein können! Und Fenja war wirklich großartig – einfach unfassbar, wie ein Tier so agieren kann … so bedacht, zurückhaltend, aber interessiert und liebevoll. Sie hat sofort gespürt, was nötig war, und hat sich perfekt an die Situation angepasst, ganz ohne Kommando, ich hab sie einfach machen lassen.
Und das Beste: Sie hat keinerlei Stresssignale gezeigt und war entspannt – einfach wunderbar.
Besser hätte ein erster Einsatz gar nicht laufen können. 💖
Kommende Woche sind wir wieder bei unsrem Nachbarsjungen – diesmal aber begleitet. Ich freu mich schon auf den Input der Expertin.
Jetzt kuscheln wir erst mal am Sofa:
