Immer an meiner Seite

Letztens waren Fenja und ich sehr weit spazieren, viel weiter als geplant. Aus einer Laune heraus hab ich nämlich an einer Kreuzung gedacht: Warum immer nach rechts abbiegen, heute gehen wir nach links. Und plötzlich waren wir in einer Gegend, in der wir noch nie waren, ziemlich weit weg von daheim. Wir mussten eine echt große Runde gehen, um wieder auf den weg nach Hause zu kommen – was voll in Ordnung war, ich mag sowas ja, aber mir ist währenddessen was aufgefallen:

Fenja hat bemerkt, dass wir in einer Gegend sind, die sie nicht kennt – aber statt herumzurennen und alles Neue abzuschnüffeln, ist sie ganz nah bei mir geblieben, hat immer wieder gecheckt, ob ich eh noch da bin, hat sich interessiert umgeschaut, ist aber keinen Zentimeter von meiner Seite gewichen.
An einer Kreuzung bin ich dann mal stehen geblieben, um zu schauen, in welche Richtung wir gehen müssen – und Fenja hat sich neben mich gesetzt und auch nach links und rechts geschaut und geschnüffelt. Das war so süß!

Ich bin ja großer Zombie-Film-Fan und sag immer, dass ich mit Fenja für eine Zombie-Apokalypse trainier (tu ich wirklich :D ) und während ebendieser unbedingt einen Hund an meiner Seite haben wollen würd (ist auch so) … dieser Ausflug letztens hat sich tatsächlich ein bisschen danach angefühlt:
Nur ich und meine Hündin, ohne Handy, durch ein Gebiet, das wir nicht kennen. Wir haben niemanden getroffen, nur ein paar Rehe, und sind hintereinander über einen Trampelpfad gegangen, als würden wir durchs Dickicht vor den Zombies fliehen. Dass Fenja beschlossen hat, dicht bei mir ist besser als rumrennen und erkunden, hat einfach so perfekt dazu gepasst.

Super Ausflug war das.
Auch wenn ich froh bin, dass wir keine Zombies getroffen haben.

Hinterlasse einen Kommentar

close-alt close collapse comment ellipsis expand gallery heart lock menu next pinned previous reply search share star